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Die Stille

Niemand hat mir gesagt, wie weh es tut, die eigene Situation zu akzeptieren.

Anzunehmen, was gegeben ist, hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, den Schmerz aushalten zu können.

Physische Schmerzen aushalten zu müssen ist schon eine Herausforderung und Anforderung an sich. Wie gelingt dies mit psychischen Schmerzen – Gedanken, Worte, Taten, die immer wieder verletzten.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, in der Stille sticht der Schmerz so oft noch völlig unvorbereitet einfach nur zu – mit aller Macht. Vielleicht kann ich mit der Zeit lernen, bei mir zu sein.

Was brauche ich? Was tut mir gut? Was wünsche ich mir und wo möchte ich hin?

Ich weiß es (noch) nicht. Diese Unsicherheit hinterlässt oft eine Leere. Ich ziehe mich in diesen Momenten, Stunden und auch Tagen häufig zurück – einerseits, weil ich die Ruhe brauche und andererseits weil Rückzug gewissermaßen auch Sicherheit bedeutet.

Gleichzeitig ist die Stille, nach der ich mich so oft sehne, eine besondere Herausforderung. In der Stille kann ich meine Gedanken nicht stoppen, ich spüre den eigenen Pulsschlag im unerträglichen Maße und kann das Rauschen und Piepen im Ohr nicht abstellen.

Die Stille ist mir zu laut. Und dennoch:


Nun versuche ich zu lernen
auch mal still zu steh`n
zurückzugehen, zu verstehen.

Vor vielen Wochen und Monaten, vor fast ziemlich genau einem Jahr, habe ich mich also endlich auf den Weg gemacht – den Weg in erster Linie wohl zu mir selbst. Mit Hilfe der Therapie.

Es ist ein Weg mit Höhen und Tiefen, vor allem aber mit der Erkenntnis, dass die Stille mir gut tut. Stille verändert die Wahrnehmung und ermöglicht vor allem eine intensivere Wahrnehmung. Den Umgang damit musste ich lernen und werde ich weiterhin lernen müssen.

Finde ich die Ruhe nicht (mehr) zu Hause, nicht beim Sport oder in der Musik, so weiß ich mittlerweile, dass ich raus in die Natur muss. Am liebsten bin ich dann in am laufen. Der Blick über die Weite lässt mich meistens zur Ruhe kommen.



Dies weiß ich und dennoch verpasse ich oft den Moment, in dem ich für mich sorgen muss.

Stille kann heißen, bei mir selbst zu sein und ich glaube, in der Stille bin ich mir am nächsten.
Ich stoße viele ab und das obwohl ich so alleine bin.

Stell mir die Frage wie man mich doch mögen kann wenn ich mich doch selbst hasse.

Meine Gedanken kreisen, das schreiben macht es nicht besser. Kann mich nicht erklären.
7.11.19 15:09
 



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