Der ganz normale Wahnsinn

Allein sein

„Niemals, war ich so alleine wie jetzt.“, denke ich und schabe mit meinen Füßen über den Teppich. Ich fühle mich richtig schuldig für deine Traurigkeit und wahrscheinlich bin ich es auch. Weil ich kein Mensch bin, sondern ein Monster. Eines mit riesen Klauen und scharfen Zähnen, ohne Gewissen, kalt und egoistisch. Das denkst du sicher selber manchmal über mich .Für dein Unglück, unser Unglück.
so oft sag Ich :"lass mich mal "-"ich will allein sein"

„Nicht alleine. Nur ohne dich. Manchmal“, denke ich.Aber eigentlich ist es egal, ob ich es nur denke,weil wenn ich es sagen würde du sie sowieso nicht verstanden hättest. Du weißt nicht wie es ist, wenn die Zweisamkeit dich auffrisst, und dein ganzer Körper anfängt zu brennen, als hätte jemand eine ätzende Flüssigkeit über deine Haut geschüttet. Du weißt nicht wie es ist, wenn dein Kopf vor lauter nicht gedachter Gedanken fast platzt, sodass du keine Worte mehr aufnehmen kannst und alles um dich herum verschwimmt.

Und du hast viele Worte. Schnelle Worte, Worte, die ich manchmal nicht verstehe, Worte, die mich in den Wahnsinn treiben. Worte, die meinen Verstand aus meinem Kopf heraus reißen. Und ich muss dann so unglaublich schnell laufen, um ihn wieder einzufangen. Aber dazu muss ich alleine sein, weil du immer so langsam bist, du kannst nicht mithalten, wenn ich anfange zu rennen und ich kann nicht immer Rücksicht auf dich nehmen.

„Ich will nur manchmal alleine sein. Weil ich das brauche.“, sage ich und denke, dass das doch jeder braucht. Zeit für sich und ich bin mir nicht sicher, ob ich besonders viel Zeit brauche, oder besonders wenig. Aber das ist auch egal, weil ich nun mal ich bin. Und ich muss viel denken und meine Gedanken aufschreiben, weil sich sonst alles dreht. Weil sonst alles unwirklich wird. Und am liebsten würde ich dich anschreien, weil du das nicht verstehst, niemals verstehen wirst und du trotzdem der Mensch bist, den ich irgendwie liebe. Obwohl ich ein Monster bin, egoistisch und arschig, ein Monster mit ätzender Laune, geb ich ganz offen zu.
Ich werde manchmal zum Monster, aber nur wenn du mir keinen Freiraum lässt, mich einsperrst in meinen inneren Käfig und der Platz für mich so klein wird, dass ich mich nicht einmal mehr drehen kann. Weil alles andere zu viel wird und dort zu wenig von mir ist.

Du verstehst das aber Leider nicht

17.7.15 09:45

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


hope / Website (18.7.15 12:27)
Du schreibst so unglaublich schön! Falls du mal was veröffentlichst sag bitte bescheid

Sind wir nicht alle manchmal Monster? Also ich bin zumindest auch ab und zu eines dieser egoistischen Monster..


(19.7.15 00:32)
Liebe Hope ,

Dankeschön für das liebe Kompliment.
Ich glaube nicht das es jemals dazu kommt ;-)

Liebe grüße
Jasmin


Dorehn / Website (19.7.15 22:21)
...das Recht sich herauszunehmen, Zeit mal nur für sich zu brauchen - komisch, aber wahr - ja, da pickst uns das schlechte Gewissen und schon fühlen wir uns selber schlecht - wie ein Monster, ein egoistisches... daweil ist es doch nur eine gerechtfertigte Abgrenzung, um mit sich selbst ins Reine zu kommen...vielleicht auch, um neue Energie zu tanken...


Jasmin (21.7.15 10:40)
True