Der ganz normale Wahnsinn

Wandeln

Habe Ringe unter den Augen und Spuren meiner warmen Milch an den Lippen. Ich tanze in der Erinnerung an meine lebendigen Tage und choreografiere mir mein Glück zusammen. Versuche, mich zu demaskieren, meine zweite Haut abzustreifen, kenne meine Tag-Alpträume auswendig, hab sie aber anscheinend trotzdem noch nicht satt?!

Ich renne mir selbst hinterher wie ein Hund seinem eigenen Schwanz und verlaufe mich dabei
Vergesse, was ich vergessen habe, verliere mich im Sternenhimmel und balanciere zwischen meinen eigenen Fronten
Ich zeichne mir Ziele, die ich nicht ausmalen kann
Bin ein Weltenbummler der seine eigene Welt hat und ich bin auf der Reise zu mir selbst, mache Gedankenspaziergänge.

Kostümiere den Rhythmus meines Herzens, der nun klingt, als wäre er schön; ich entwerfe die Hülle meiner Gedanken neu und weihe dich ein in meine Fassadenwelt.
Bin so viel freier, kann jetzt fliegen in meinem Universum und spüre kaum mehr wie die Wellen über mir brechen...

Ich bringe Unordnung in mein Chaos, wenn ich versuche, es zu ordnen.
Bin wie ein Vogel, der nicht fliegen kann, mir sind die Hände gebunden
Ich lege mir selbst Steine in den Weg aber finde sie erst wieder, wenn ich darüber stolpere.
Ich verbinde Sterne um den Weg zu sehen, um wegzugehen, bin mein eigener Blindenhund...

Ich verschlafe den Tag obwohl ich wach bin und überdenke mein Denken,
Ich kenne jede Nacht persönlich doch kann ich keine leiden, denn sie sind Diebe, sie rauben mir den Schlaf.

Ich bin eine Wanderin auf der Suche nach dem Weg und nach dem Ziel, ich bleibe hängen in den zahlreichen Fallen, die ich meinen Feinden stelle.
Ich bin planlos und ohne Ziel in einer Welt, die aus Zielsetzungen besteht.

25.5.15 21:11

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Margalita / Website (25.5.15 21:33)
Wunderbar formuliert!