Der ganz normale Wahnsinn

Über

Ich bin manchmal laut und gern mal impulsiv .Ueberemotional,  sehr kommunikativ und trotzdem gern zurück gezogen. Ich bin nicht ueberlebensfaehig ohne meine Zwerge, die Musik und das schreiben.

Frueher dachte ich  immer dass alles einfacher wird, wenn man Erwachsen ist... Heute weiss ich dass nichts leichter wird und die Jahre viel zu schnell vergehen.

 

Gelernt vom leben habe ich, dass  man nicht zwingend von anderen Menschen erwarten kann,dass sie genauso selbstlos für dich da sind,wie du es für sie  bist.

Ich wuensche euch viel Spass auf meinem Blog!

Anregungen und Kritik  sind erwuenscht.

Alter: 29
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
fuehlte ich mich in ketten gelegt

In der Woche...:
Working Mum

Ich wünsche mir...:
das Leben ist kein Wunschkonzert!

Ich glaube...:
an mich selbst

Ich liebe...:
Meine wunderbaren drei kleinen geschoepfe und das Leben mit all seinen bunten Facetten

Man erkennt mich an...:
Herz und Klappe riesen Gross.

Ich grüße...:
die Treuen Leser
die Stillen Leser
die Kritiker
und natuerlich die Stalker



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Blog

Repeat

Süß und dumpf wiegt dieses Lied. Nimmt die Luft zum Atmen. Und lässt den Hauch einer Erinnerung vor meinen Augen vorübergleiten. Lässt blasse Kopien unserer Momente wieder aufsteigen.

Schatten eines Rausches, zu Zweit ausgefochten, ausgetragen und durchlebt. Ein Windhauch, aber trotzdem so derart wuchtig wichtig, so derart groß und viel zu stark, zu gegenwärtig, so dass es mich aus dem Augenblick hinfort treibt und ich wieder in alten Zeiten leben darf.

Leben kann.
Vor allem leben will.

Da sind sie wieder. Die Erinnerungen ... Im wahrsten Sinne des Wortes verschlingen sie, saugen sie meine Persönlichkeit auf und alles was bleibt ist ein glückliches, selten kindliches Etwas. Sowohl Ängste, als auch das erwachsene Behaupten-Müssen sind schon längst weggespült.

Und dann klickt es. Der Song ist zuende und auch wenn sich jede meiner Zellen dagegen sträubt, denn irgendwas schmerzt , wenn ich unsere Lieder wieder höre.

Manchmal brennen Menschen ihre Präsenz in Melodien ein.



Aber noch einmal hören schadet nicht.

Ich verlasse dich

Ich verlasse dich, jeden Tag ein bisschen, jeden Tag aufs Neue. Ich verlasse dich am Morgen und am Abend und immer mal wieder zwischendurch. Mal verlasse ich dich in Gedanken, dann verlasse ich dich in Worten, aber die wirklichen Abschiede sind für uns die der Taten. Ja, ich verlasse dich immer wieder, bleibe nicht bei dir und höre nie auf zu gehen.

Und ich weiß, dass du manchmal Angst hast und ich weiß, dass du auch zweifelst. Ja, ich weiß, dass du dir manchmal Sorgen um mich machst und fürchtest, wir würden uns nicht wieder sehen. Doch ich verlasse dich, sag dir, wir können es schaffen, versichere dir, dass du mir vertrauen kannst. So schwer es mir oft auch fällt, dich loszulassen, ich werde immer wieder gehen.

Ich verlasse dich und du fragst immer, warum, jedes Mal stellst du die gleiche Frage und ich gebe dir die Antworten. Du nennst mir Gründe zu bleiben und ich dir meine zu gehen und ja manchmal, bleibe ich dann noch ein bisschen, doch nur um etwas später zu gehen. Ich weiß nicht immer, ob es richtig ist, wohin ich gehe, aber dass es wichtig ist, dass wir uns danach wiedersehen.

Ich verlasse dich.
Ich verlasse dich, doch nur um dich nach jedem Mal ein bisschen besser zu sehen.

Nicht aufgeben,nur loslassen

Jeden Tag dasselbe Spiel...

Aufwachen, an dich denken, traurig sein, sich durch den Tag schleppen, 598-mal aufs Handy starren (natürlich mit dem Wissen das da keine Nachricht von dir ankam), voll in sport stürzen um kopffrei zu kriegen,früh ins Bett gehen, damit der scheiß Tag endlich rum ist, an dich denken und darüber einschlafen, von dir träumen….

Endlosschleife. Es nervt, es macht mürbe und es strengt mich so unglaublich an. Ich weiß so vieles von dir .Deine Liebe, deine eingehaltenen Versprechen, deine Nachrichten, alles war so 100% und mehr .

Jetzt ist Ruhe und kurz bevor ich loslassen kann wird wieder eine Nachricht kommen, als ob du es spürst und weißt das du schnell was tun musst, weil ich sonst weg bin, nein, weil du sonst weg bist aus meinen Gedanken. Nicht aus meinem Herz, da bist und bleibst du, an einem Fleck, deutlich spürbar, immer…

Ich weiß, dass das aufhören muss, dass mir das nicht gut tut und nur ich das ändern kann, aber wie das geht, das weiß ich nicht. Jeden Tag ein bisschen mehr Disziplin im Gedanken wegschieben, verdrängen, dir alles Gute wünschen, so lange bis es aufhört weh zu tun…

Ich geb dich nicht auf, ich lass dich nur los!!!

Wandeln

Habe Ringe unter den Augen und Spuren meiner warmen Milch an den Lippen. Ich tanze in der Erinnerung an meine lebendigen Tage und choreografiere mir mein Glück zusammen. Versuche, mich zu demaskieren, meine zweite Haut abzustreifen, kenne meine Tag-Alpträume auswendig, hab sie aber anscheinend trotzdem noch nicht satt?!

Ich renne mir selbst hinterher wie ein Hund seinem eigenen Schwanz und verlaufe mich dabei
Vergesse, was ich vergessen habe, verliere mich im Sternenhimmel und balanciere zwischen meinen eigenen Fronten
Ich zeichne mir Ziele, die ich nicht ausmalen kann
Bin ein Weltenbummler der seine eigene Welt hat und ich bin auf der Reise zu mir selbst, mache Gedankenspaziergänge.

Kostümiere den Rhythmus meines Herzens, der nun klingt, als wäre er schön; ich entwerfe die Hülle meiner Gedanken neu und weihe dich ein in meine Fassadenwelt.
Bin so viel freier, kann jetzt fliegen in meinem Universum und spüre kaum mehr wie die Wellen über mir brechen...

Ich bringe Unordnung in mein Chaos, wenn ich versuche, es zu ordnen.
Bin wie ein Vogel, der nicht fliegen kann, mir sind die Hände gebunden
Ich lege mir selbst Steine in den Weg aber finde sie erst wieder, wenn ich darüber stolpere.
Ich verbinde Sterne um den Weg zu sehen, um wegzugehen, bin mein eigener Blindenhund...

Ich verschlafe den Tag obwohl ich wach bin und überdenke mein Denken,
Ich kenne jede Nacht persönlich doch kann ich keine leiden, denn sie sind Diebe, sie rauben mir den Schlaf.

Ich bin eine Wanderin auf der Suche nach dem Weg und nach dem Ziel, ich bleibe hängen in den zahlreichen Fallen, die ich meinen Feinden stelle.
Ich bin planlos und ohne Ziel in einer Welt, die aus Zielsetzungen besteht.

Ohrenbetäubend still

Wir leugnen.
Belügen uns und wollen alles glauben. Verstoßen die Wahrheit, schmeißen sie vor die Tür und lassen sie dort draußen warten.
Schließen uns ein in unserem Versteck aus Schmerz, voll mit den kleinen weißen Lügen die uns beschützen, polstern, die alles ein bisschen weniger echt machen.
Wir erstarren und unsere Gefühle mit uns. Taub, stumm, still.

Wir wüten.
Scheuchen Wörter aus unserem Mund, die nicht dafür gemacht sind laut zu sein. Verfluchen die Welt, uns, das Leben und die Liebe. Stampfen laut auf, schreien, toben. Ballen unsere Fäuste kämpfen gegen Windmühlen. Bis da irgendwann nichts mehr ist.
Keine Feinde, keine Energie. Keine Gefühle. Stille.

Wir verhandeln.
Reden uns ein, alles sei halb so schlimm, wäre doch eh schon fast vorbei. Kein Sinn mehr, noch weiter zu kämpfen, lassen wir es doch einfach sein.
Schreiben uns selber vor, was wir irgendwann dann besser machen. Gute Vorsätze gegen Schmerz.
Verhandeln, überlegen, überdenken, argumentieren.
Aber alleine verhandeln macht keinen Spaß. Als Antwort bleibt nur Stille.

Wir weinen. Tränen um Tränen, nasser Stoff und kalte Haut. Bleiben allein, trotz wärmender Arme, die am liebsten alles wegwischen wollen.
Tiefe Traurigkeit, gefühlt wie am untersten Meeresgrund. Dunkel, kalt, ohne Luft. Allein mit den Gestalten, die sich hier für immer eingenistet haben.

Und mit alldem: Stille.

Irgendwann verstehen wir, dass der Schmerz dazugehört.. Dass wir weiter müssen, neu anfangen, weg aus der Dunkelheit.
Dass die Stille uns das gibt, was wir verloren hatten: Zeit.
Zeit um zu entdecken, was wir sind. Was wir wollen. Was uns glücklich macht.
Ohne daran zu denken, was andere aus uns gemacht haben.
Ohne alles. Pures Sein.

Es gibt Momente, da kommt alles wieder.
Füllt den Kopf, Erinnerungen an das was war, Sehnsucht nach dem, was hätte sein können. Füllt alles mit dieser tiefen Traurigkeit, Terror im Kopf, zu viel, zu schnell.

Und dann wieder Stille.

Stille für mich.

Optimistisch realistisch

Wieso sind wir nie mit dem zufrieden, was wir haben?
Nacht für Nacht dieselbe Frage, die mich wachhält, mir den Schlaf raubt und meine Träume heimsucht. Tag für Tag dieselbe Frage, die mich zweifeln lässt, an dem was ich denke, was ich sage, was ich tu.
Gern geb ichs nicht zu, aber auch ich gehöre manchmal nur zu den Scheinoptimisten, die an Stellen im Skript lächeln, an denen sie lieber weinen würden, die zu anderen sagen "alles ist gut" und zu sich selbst "alles ist scheiße". Die so unbekümmert fröhlich aussehen, obwohl der Wirrwarr an Gedanken, an Sorgen dabei ist einen zu brechen.

Ich gebs nicht gern zu, aber manchmal da will ich lieber Pessimist sein, mit der Regenwolke überm Kopf und das Leben in schwarz-weiß, denn sieht so nicht jeder Farbkleks gleich viel schöner aus? Eigentlich nenn ich mich selbst Optimist, doch wär ich lieber ein optimistischer Realist, der sich traut die Dinge beim Namen zu nennen. Der sagt "ja, es ist scheiße und doch gehts noch schlimmer". Alles besser als dieses "die Welt ist schön, du musst nur lächeln" immer.

Wir machen Fehler und das ist ok. Nein, mehr noch, das ist richtig so, das ist gut. Denn erst diese machen uns zu dem, wer wir sind. Ich wär gern ein optimistischer Realist, ich gebs gern zu, der nicht nachts in sein Buch schreibt, es wieder zuklappt und sagt "alles ist gut". Ich wär gern ein optimistischer Realist, der Gedanken nicht nur aufs Papier bringt, sondern ausspricht. Der sich Zweifel und Probleme eingesteht, denn mal ehrlich, auch der naivste Optimist hat hin und wieder ein Problemchen.

Und so hab ich auch meins. Nämlich zu sagen, was ich habe, was ich will. Nämlich zu wissen, was ich denke, was ich will. Ich sag Dinge, an die ich nicht denke und denk an dich, auch wenn ich es nicht sage.